Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, wie Wahrnehmung sich über Zeit formt.
In einer Zeit beschleunigter Bildproduktion und eindeutiger Zuschreibungen arbeite ich an Bildern, die sich dem schnellen Lesen entziehen.
Die Figur dient mir als Ausgangspunkt, um Wahrnehmung als instabilen, zeitabhängigen Prozess sichtbar zu machen.
Durch Schichtungen, Überlagerungen und das gezielte Auflösen von Konturen entstehen Bildräume, in denen Präsenz und Auflösung zugleich wirksam sind. Figuration wird nicht behauptet, sondern infrage gestellt – als Zustand zwischen Erinnerung, Projektion und Gegenwart.
Meine Entscheidung für langsame, materialintensive Techniken mit Tempera und Kreidegrund oder Wachsschichtungen ist Teil dieser Haltung. Zeit wird nicht verdeckt, sondern als formbildender Faktor sichtbar gemacht.
Skulptur und Künstlerbuch erweitern diese Fragestellungen räumlich und haptisch. Über alle Medien hinweg entstehen Erfahrungsräume, die Wahrnehmung nicht lenken, sondern verunsichern und öffnen.
Meine Arbeit sucht nicht nach Eindeutigkeit, sondern nach einer vielschichtigen, widerständigen Form des Sehens.
Biografisches
Studium an der Akademie für Malerei Berlin
Mitglied im BBK Brandenburg und GEDOK Berlin
Material, Zeit und Erinnerung bilden die Grundlage meiner künstlerischen Arbeit.
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